Der Weg der PSK-Ortsgruppe Horst/Holstein e.V. zum eigenen "Schnauzerplatz" mit Vereinsheim


1974 bis 1982 in Elmshorn


1974 trafen sich 15 Freunde der Pinscher- und Schnauzer-Rassen in Elmshorn und bildeten die "PSK-Ortsgruppe Elmshorn".
Von Anfang an, war das Bemühen, einen Übungsplatz als Treffpunkt und Zentrum der Aktivitäten der Pinscher- und Schnauzerfreunde zu schaffen. Als geeignetes Gelände wurde eine Weide im damaligen Randgebiet von Elmshorn, an der Straße Voßkuhlen, gefunden. Ein kleiner Schutzraum 5 x 5 m mit WC wurde zusätzlich mit einem Vordach versehen, für einen Leitungswasser- und Stromanschluss gesorgt und eine Abwassersammelgrube angelegt. Leider stimmte der Verpächter seinerzeit nicht der geplanten Vergrößerung zu und kündigte an, dass der für zunächst 10 Jahre geltende Pachtvertrag nicht verlängert werden könne, weil er das Grundstück bebauen wollte.
mehr hier über die Gründerjahre

1982 bis 1997 in Horst "An der Tannenkoppel"


Übungsplatz an der Tannenkoppel
Übungsplatz an der Tannenkoppel

1982 zogen wir um auf den Übungsplatz "An der Tannenkoppel" in Horst, weil das Gelände dort für 15 Jahre gepachtet werden konnte. Ein geräumiges Haus mit angemessener Aufteilung der Haupt- und Nebenräume, ein wunderschöner Übungsplatz und die anderen Außenanlagen wurden mit viel Mühe zu einer PSK-Anlage hergerichtet. Die Zeit verging und wir machten uns Gedanken um die Zukunft. Der Verpächter ließ sich weder auf Verhandlungen um eine Verlängerung nach Ende der Pachtzeit oder gar um den Erwerb des Grundstückes "Tannenkoppel" ein. Bestenfalls sollte ein entsprechender Grundstückstausch möglich sein. Nach einem Hinweis, konnten wir bereits 1987 eine 2 Hektar große Weide, die "Kreuzkoppel", kaufen (Ankaufsumme DM 40.000,--). Eigentlich war die Fläche zum Tausch mit dem bestehenden zweiten Pachtplatz "Tannenkoppel" vorgesehen. Die Verhandlungen mit dem Verpächter blieben nach wie vor außerordentlich schwierig und führten schließlich zu keinem Ergebnis. So standen wir vor der Entscheidung aufzugeben oder noch einmal zu beginnen.

Ab 1998 in Horst "Wulfstwiete"


Der Mitgliederbeschluss fiel eindeutig aus: Die Weide "Kreuzkoppel" an der Wulfstwiete, seit 1987 unser Grundeigentum, wurde Basis für ein großes Zukunftsvorhaben, eine neue Übungsanlage für den Verein mit einem "Schutzraum für Hundesportler". Nun wurde geplant und gewirkt, Tage, Wochen, Monate und länger. Pferde und Rehwild schauten aus der Nachbarschaft zu, unsere Hunde häufig vom Auto aus. Die fleißig arbeitenden Mitglieder freuten sich, wenn sie eine Tasse Kaffee in einem alten Bauwagen genießen konnten.

1998 Wulfswiete
1998 Wulfswiete

Die Bauplanung und das Genehmigungsverfahren wurden von Mitgliedern ebenso professionell unterstützt wie später der Baufortschritt. Ein Finanzplan wurde ständig fortgeschrieben. Das Gelände wurde sorgfältig gestaltet, ein Vereinsheim als Treffpunkt der weit gestreut wohnenden Mitglieder nach und nach errichtet. Vier Bürocontainer und zwei gebrauchte Seecontainer (Ankaufsumme DM 26.300,--) bildeten das Gerüst für das Schnauzerheim. Innenausbau und Gestaltung der Außenanlagen waren die weiteren Investitionen. Eine umfangreiche Pflanzaktion war Auflage der Naturschutzbehörde.

Ab 2000 - Der neue Vereinsname

Unser neuer "Schnauzerplatz" ist zu einer funktionellen Musteranlage mit einem zweckmäßig eingerichteten Vereinsheim, einem beliebten Treffpunkt der Mitglieder und vieler Gäste, geworden! Da wir uns endgültig auf vereinseigenem Grundstück etablieren konnten, haben wir den Vereinsnamen auf "PSK-Ortsgruppe Horst/Holstein" in das Vereinsregister eintragen lassen. Vom Finanzamt erhielten wir, wie beantragt, ab 2000 die Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

2001 - wurde die eigene Homepage errichtet

Es wurde die eigene Homepage www.psk-og-horst-holstein.de eingerichtet.

2012 Abschluss der Baumaßnahmen


Alle Gebäudeteile, auch die Geräteschuppen, sind nun behördlich abgesegnet. Nach der Fertigstellung wurden sie eingemessen und sind im Kataster enthalten.

2015 Dachsanierung der Anbauten

Bei Regen tropfte es auf unsere in der Garage abgestellten Rasentraktoren. Es gab kleine Wasserschäden an der Holzkonstruktion des Garagendaches. Zur Erhaltung der Bausubstanz musste also dringend Abhilfe geschaffen werden.
Am 31.03.2015 fand eine gemeinsame Besichtigung mit Ing. Claus Schütt, einem Vereinsfreund der alle unsere Bauvorhaben in der Vergangenheit gefördert hat, statt. Dabei wurde eine gründliche Dachsanierung vereinbart, in die auch die Container für Büro und Werkstatt eingeschlossen wurde.
Im August 2015 erhielten wir nach dem Abriss der alten Bedachung eine neue Dachfläche für unseren Anbau mit Büro, Werkstatt und Treckergarage. Drei Zimmerleute der Firma Gebrüder Schutt aus Flethsee bauten in guter handwerklicher Arbeit ein neues Dach über unsere Nebengebäude.

Finanzierung / Kostenregelung durch Mitgliederbeiträge

Zinslose Darlehen und ein zinsgünstiger Realkredit wurden aus dem Mitgliederkreis bereitgestellt. Wegen der ungeheuren Grundstücksgröße war ein zusätzlicher großer Aufsitz-Rasenmäher erforderlich und wurde glücklicherweise gestiftet. Unsere Verbindlichkeiten konnten bereits zurückgeführt werden. Zinsgünstige Darlehen wurden planmäßig bis zum Jahr 2008 zurückgezahlt, die Grundschuld zum 31.12.2011 getilgt. - Wir haben das Wichtigste geschafft, nun gilt es das Erreichte zu bewahren. - "Eigentum verpflichtet" wie es so schön heißt. Die laufenden Betriebskosten sind von der OG-Gemeinschaft zu tragen: Wasser und Abwasser, Strom, Heizgas, Wartungsgebühren und andere Abgaben, Reparaturen für den Rasenmäher und die Versicherungsbeträge sind im jährlichen Haushaltsplan zu berücksichtigen. Unsere Aufwendungen für Pflege und Unterhaltung der gesamten Anlage werden über Mitgliederbeiträge und Spenden abgedeckt.

Die Höhe des jährlichen Beitrages unserer Mitglieder wird auf der Jahreshauptversammlung jeweils beschlossen, neu hinzukommende Mitglieder zahlen einmalig eine Platzumlage, die u. a. der Instandhaltung der großen Anlage und der Geräte dient. Unsere Damen und Geburtstagskinder stiften Kuchen und gelegentlich leckere Salate. Geldspenden werden in der "Spendentruhe" versenkt. Die Anzahl der Vereinsmitglieder liegt über die Jahre hinweg durchschnittlich bei 60-80 Personen. Einige unterstützen als sogenannte "Passive" die Ziele und Aktivitäten unseres inzwischen als gemeinnützig anerkannten Vereins.

Alles für Anfänger und den Sport mit dem Hund!

Der Verein verfügte bereits seit 1975 immer über einen eigenen Übungsplatz mit den erforderlichen Einrichtungen. Viele Hundehalter haben inzwischen die Grundkenntnisse für den Umgang mit dem Hund und ihr Hund bei uns die Sozialisierungsphase bis zum umweltgerechten Partner des Menschen erfahren. Getreu dem Grundsatz "Mitglieder helfen Mitgliedern" gestaltet sich unser Übungsbetrieb. Erfahrene Ausbilder und Übungsleiter mit VDH-Sachkundenachweis betreuen Neulinge beim richtigen Umgang mit dem Hund und organisieren den Übungsbetrieb bis zu Sportprüfungen mit unseren Hunden. Wir helfen seit jeher ehrenamtlich bei der Ausbildung der Hunde; Mittwoch ab 16:30 Uhr, Samstag ab 15 Uhr. Auf unserem großen "Schnauzerplatz" kann mit Ihrem Hund vielseitig geübt werden. Allgemeines Ziel des Übungsbetriebes ist die Teilnahme an Begleithundprüfungen, Fährtenhund- und Vielseitigkeitsprüfungen für Gebrauchshunde. Welpenschule und Junghundkurse (auch für Nichtmitglieder) laufen zusätzlich zum Übungsbetrieb. Viele unserer Hundeführer erreichten bereits ein Ausbildungskennzeichen und erhielten die besondere Ehrung der Verleihung des "Hundeführer-Sportabzeichens".

Wir haben bis 2015 bereits 90 Prüfungsveranstaltungen des PSK ausgerichtet, davon 8 überörtliche PSK-Bundesveranstaltungen auf unserer jetzigen Hundesportanlage. Einige Sportfreunde konnten sich für die bundesweit organisierten Siegerprüfungen qualifizieren, haben erfolgreich teilgenommen und trugen somit zum guten Ruf des Vereins mit unserem "Schnauzerplatz" in Horst bei.

Die Zucht der Pinscher- und Schnauzer-Rassen

Die strengen Zuchtbestimmungen des PSK und des nationalen Dachverbandes, dem VDH ("Verband für das Deutsche Hundewesen e.V."), gewährleisten gesunden Nachwuchs und verhindern das Ausnutzen und die Überbeanspruchung der Zuchthündinnen. Zuchtwarte besichtigen den Wurf nach der Geburt und vor der Abgabe an die künftigen Besitzer. Sie halten objektiv und sachlich ihre Feststellungen auf besonderen Formularen fest und achten sehr auf die Einhaltung der Bestimmungen zum Tierschutz. Pflichtuntersuchungen dienen der Verbesserung und Gesunderhaltung unserer Rassen.
Unsere Welpen dürfen nur geimpft abgegeben werden. Der Verkauf nur an Privatpersonen zeigt das Verantwortungsbewusstsein unserer Züchter.

Die Zuchtausstellungen für unsere Rassen

Als Untergliederung des Rassehundezuchtvereins "Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. (PSK)" führen wir Ausstellungen durch, auf denen durch strenge Auslese der Zuchttiere der Standard unserer Rassen gewährleistet wird. Bei Zuchtschauen werden von ausgebildeten, geprüften und zugelassenen Zuchtrichtern die Tauglichkeit der gezeigten Hunde zur Zucht öffentlich ermittelt und ihr Formwert mit Noten wie "vorzüglich", "sehr gut" usw. in Richterberichten und auf Urkunden dokumentiert.
Im Vordergrund stehen auch die Begegnung, Kontaktaufnahme und Beratung von Züchtern und Zuchtwilligen. Die Ausstellung gesunder, gut gezüchteter Rassehunde ist aber auch eine Werbung für die Pinscher- und Schnauzer-Rassen und dient der Information von Hundehaltern, -Sportlern und Hundefreunden. Bis 2015 haben wir 44 Zuchtausstellungen für Pinscher- und Schnauzer-Rassen im Namen des PSK ausgerichtet.

Die "Arbeitsdienste"

Die immer wieder anstehenden Arbeiten werden mit wechselnden Mehrheiten der Teilnehmer - mal in größeren, mal in kleineren Arbeitsgruppen - vollzogen. Stress und die psychische Beanspruchung belasten manches Mal, doch das Erreichen eines jeden neuen Erfolges ermutigt wieder.
Wie in allen Vereinen mit ehrenamtlicher Verwaltung und Grundstücksbesitz ist die Pflege und Unterhaltung der gesamten Anlage durch Mitglieder auch bei uns ein Dauerproblem. Um diesem Umstand zu begegnen hat sich in unserer OG-Gemeinschaft das "Prinzip der Bildung kleiner Arbeitsgruppen" bewährt, die über das Jahr verteilt zusätzlich zu den gemeinsamen Arbeitsdiensten tätig sind. In der Regel sind es die handwerklich geschickten Mitglieder, die sich zusätzlich bestimmte Arbeitsabschnitte außerhalb des allgemeinen Übungsbetriebes vorgenommen haben.
Hier einige Beispiele:
Für die zweckmäßige Aufbewahrung unserer inzwischen sehr umfangreichen Geräteausstattung für Agility und Ausstellung wurde ein gebrauchter Seecontainer beschafft, der von "kleinen Arbeitsgruppen" aufgestellt und zu einem Gerätecontainer hergerichtet wurde. Obwohl unser Vereinsheim eine umschlossene Terrasse 54 qm verfügt, reicht diese bei der Durchführung von besonderen Großveranstaltungen nicht aus. Wir haben deshalb in "kleinen Arbeitsgruppen" ein Zeltgerüst erstellt, das bei Bedarf mit großen Planen eingedeckt und direkt mit dem vorhandenen Gebäude räumlich verbunden ist. Für Großveranstaltungen stehen damit zusätzlich ca. 80 qm wettergeschützte Räumlichkeiten zur Verfügung. Wir wollen hier die aufopfernde Tätigkeit für die Rasenpflege nicht vergessen, die sehr gründlich ohne besondere Anregung wie selbstverständlich von einigen fleißigen Mitgliedern und auch in "kleinen Arbeitsgruppen" erledigt wird.

Ausblick

Über 40 Jahre haben wir mit Gleichgesinnten zusammengehalten. Die Beständigkeit in der Gemeinschaft der Freunde unserer Pinscher- und Schnauzer-Rassen hat zur Verwirklichung der als richtig erkannten Ziele geführt. Opferbereitschaft und viel persönliches Engagement Einzelner haben zum Gelingen beigetragen.
Mitglieder und Vorstand sind stolz auf das Erreichte. Wir alle glauben und hoffen, dass nachhaltig die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft auf unserem "Schnauzerplatz" in 25358 Horst geschaffen wurden.

Ludwig Hornsmann